Export- und Zollinformationen.

Problemlos durch den Zoll.

Export- und Zollinformationen.

Problemlos durch den Zoll.

Je nach Zollbestimmungen des Einfuhrlandes und Art der versendeten Güter sind im internationalen Versand verschiedene Dokumente erforderlich. Erfahren Sie in unseren Exportrichtlinien, welche Regelungen für den internationalen Versand mit DPD zu beachten sind.

Wir haben alle wichtigen Informationen zum Brexit für Sie zusammengefasst.   Mehr   

Versand in Drittstaaten

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Wann muss eine Ware verzollt werden?

  • Von einem Drittland in die EU.

  • Von der EU in ein Drittland.

  •  Von einem Drittland in ein anderes Drittland.

Achtung: Bestimmte Waren unterliegen Import- bzw. Exportverboten oder es müssen Genehmigungen für Import- bzw. Exportsendungen eingeholt werden. Beispiel: Waffen.

Mehr Informationen finden Sie auch in unseren Infos zum internationalen Versand.

Das Wichtigste nochmal kurz zusammengefasst:

  • Bitte bringen Sie die Zollpapiere direkt am Paket an.

  • Bitte kennzeichnen Sie Sammellieferungen, die aus mehreren Paketen bestehen, deutlich ersichtlich und vermerken Sie dies auch auf der Zollrechnung. (Für wie viele Pakete ist die Zollrechnung gültig?)

  • Bitte geben Sie die Paketnummer auf der Zollrechnung an. So können die Sendungen am schnellsten bearbeitet werden.

  • Bitte übergeben Sie die Zollrechnungen immer in 3-facher Ausführung an DPD.

Länder, die trotz EU Mitgliedschaft besondere Regeln aufweisen:

Diese Länder sind:
  • Cypern (EU-Teil)
  • Malta
Beim Versand in diese Länder wird, obwohl sie Mitglieder der EU sind, eine Rechnung benötigt, da der Versand mit Luftfracht erfolgt. Hierfür wird für jede Sendung ein AWB (Air Way Bill/Luftfrachtbrief) übertragen. Zur Erstellung der AWB wird die Inhalts- und Wertangabe benötigt.

Was muss die Rechnung alles enthalten?

Die Rechnung muss vollständig ausgefüllt werden.

Verpflichtende Inhalte:

  • Name und Anschrift des Versenders

  • Name und Anschrift des Empfängers

  • Rechnungsdatum, -nummer und –ort

  • Lieferanschrift (wenn diese von der Rechnungsanschrift abweicht)

  • Frankatur gemäß Incoterms

  • EORI-Nummer des Versenders

  • Die UID-Nummer (UnternehmensIDentifikationsnummer) bei Sendungen in die Schweiz und nach Liechtenstein

  • genaue Warenbeschreibung (falls möglich Zolltarifnummer)

  • Stückzahl der Waren

  • Währungsangabe

  • Paketscheinnummer/n

  • Firmenstempel und Unterschrift

  • Namenswiederholung in Druckbuchstaben

  • Ursprungserklärung

Frankaturen bzw. Incoterms: Was muss beachtet werden?

Lieferbedingungen legen fest, welche Transportnebenkosten Versender und Empfänger tragen. Außerhalb der EU können weitere Gebühren, Steuern und Zölle anfallen. Standartmäßig wird immer DAP zollabgefertigt verwendet, wenn vom Versender keine anderen Angaben auf der Rechnung angeführt wurden.

 

Glossar zum Internationalen Versand

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Die Zollanmeldung

Die Zollanmeldung ist die Handlung, mit der eine Person die Absicht bekundet, eine Ware in ein bestimmtes Zollverfahren überzuführen.

Die Zollanmeldung für den Export von Waren in Länder außerhalb der Europäischen Gemeinschaft hat mit den klassischen Papierformularen ausgedient und wurde durch die elektronische Anmeldepflicht von einem computergestützten NCTS-Zollsystem (ATLAS-Versand) abgelöst.

  • Das Ausfuhrverfahren kann entweder online durch die Internet-Ausfuhranmeldung-Plus (IAA-Plus) oder durch die Teilnahme am IT-Verfahren ATLAS-Ausfuhr/AES sowie mündlich (Warenwert von unter 1.000 Euro) erfüllt werden.
  • Die Abgabe der Zollanmeldung bei der zuständigen Zollstelle gilt als Antrag (Willenserklärung) auf Vornahme der Zollbehandlung.
  • Eine Ausfuhranmeldung muss bei jeder Ausfuhr von Waren in ein Land außerhalb der EU ab einem Rechnungswert von 1.000 Euro abgegeben werden.

Was sind zollpflichtige Waren?

Warensendungen sind immer dann zollpflichtig, wenn sie in ein Land exportiert werden bzw. aus einem Land kommen, das nicht zu den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft (EU) zählt.

Wenn Sie innerhalb der EU versenden, entfallen Zoll und Zollanmeldung.

Die Ausfuhr zollpflichtiger Waren

Beim Export von Waren in ein Nicht-EU-Land (Drittland), müssen Sie Zollbegleitdokumente beifügen. Diese richten sich insbesondere nach den Bestimmungen im Zielland, dem Warenwert oder dem Inhalt der Sendung.

Diese Vorschrift gilt auch für Sendungen in EU-Ausnahmegebiete. EU-Ausnahmegebiete sind:

  • Dänemark: Färöer-Inseln, Grönland

  • Deutschland: Büsingen, Helgoland

  • Finnland: Ålandinseln

  • Frankreich: Übersee-Départements

  • Griechenland: Berg Athos

  • Italien: Campione d’Italia, Livigno, Teil des Luganer Sees

  • Niederlande: Überseegebiete

  • Spanien: Ceuta, Melilla, Kanarische Inseln

  • Großbritannien: Isle of Man, Überseegebiete, Gibraltar, Kanalinseln

  • Zypern: Der türkische Teil gehört geografisch zu Europa, zählt zollrechtlich jedoch nicht zum EU-Zollgebiet

Zollanmeldung und Ausfuhrbegleitdokumente

Beim Export werden Waren, die aus der EU in ein Drittland versendet werden und deren Warenwert 1.000 Euro überschreitet, elektronisch über ATLAS-Ausfuhr oder über die IAA-Plus (Internetausfuhranmeldung Plus, Signierung durch ELSTER-Zertifikat) beim Zoll angemeldet. Das ist auch dann erforderlich, wenn der Warenwert eines Versandtags an verschiedene Empfänger des jeweiligen Bestimmungslandes 1.000 Euro übersteigt.

Das Ausfuhrbegleitdokument (ABD) ersetzt die bisherige Anmeldung auf dem Einheitspapier (Formular 0733). Sie erhalten das ABD mit der für die Ausfuhr benötigten Movement Reference Number (MRN), nachdem die Ausfuhranmeldung erfolgreich von Ihrer Zollstelle bearbeitet wurde. Einfach ausgedrückt: ein T1 (Transitpapier 1)

Gelten für einige Länder besondere Zollbestimmungen und Sanktionen, müssen Ihre Sendungen auch bei einem Warenwert von unter 1.000 Euro angemeldet werden. In diesem Fall müssen die erforderlichen Genehmigungen und gegebenenfalls weitere Dokumente bei der Verzollung vorhanden sein. Nähere Informationen erhalten Sie beim Zoll oder über Ihre IHK-Suche.

Die Ausfuhranmeldung (AES/ECS) sollte mindestens 24 Stunden vor der Übergabe an das DPD Versanddepot erstellt werden.

Kleinsendungen bis zu einem Wert von 1.000 Euro, die keinen Verboten und Beschränkungen unterliegen, müssen nach wie vor nicht elektronisch angemeldet werden.

Ausfuhrverfahren und Zollstellen

Da Pakete nicht zwingend über Zollstellen abgefertigt werden, die den Status einer Ausgangszollstelle (Binnenzollämter) haben, empfehlen wir die Ausfuhr über das zweistufige Normalverfahren (Zollstelle/ Geschäftssitz, Ort des Ausführers). Anschließend erfolgt die Übergabe der Sendung mit allen weiteren Exportdokumenten und dem Ausfuhr-Begleitdokument an DPD.

Über die TARIC-Auskunftsanwendung der EU haben Sie Zugriff auf die korrekte Auswahl der Warentarifnummern, Wertgrenzen oder Warenbeschreibungen.

Handel innerhalb der Europäischen Gemeinschaft (EU)

Durch den EU-Binnenmarkt wurde der Handel zwischen den 28 EU-Mitgliedstaaten erheblich erleichtert, auch durch die Einführung der Umsatzsteueridentifikationsnummer (USt-IdNr.) innerhalb der EU. Gleichzeitig wurden auch neue Regelungen für den Handel mit Drittländern erlassen. Im Export wird daher zwischen dem EU-Binnenhandel und dem weltweiten Außenhandel unterschieden.

Im Warenverkehr zwischen den EU-Staaten werden keine Zölle erhoben. Bei der Ausfuhr sind ebenfalls die Zollförmlichkeiten entfallen, so dass keinerlei Zollpapiere für die Versendung von einem Mitgliedstaat in den anderen benötigt werden, sofern nach dem Außenwirtschaftsrecht keine verbrauchsteuerpflichtigen Waren (zum Beispiel Alkohol, Tabak, Mineralöl) oder der Bereich von exportkontrollpolitisch hochsensiblen Gütern betroffen sind.

Zuständig für die Erteilung von Genehmigungen ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die INTRASTAT-Meldung bei innergemeinschaftlichen Warenbewegungen ist eine vorgeschriebene Meldepflicht von umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen bei jährlichen Versendungen oder Eingängen mit einem Wert von mehr als 500.000 Euro. Hiermit wird der tatsächliche Warenverkehr von Gemeinschaftsware zwischen Mitgliedstaaten der EU durch das Statistische Bundesamt erfasst. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Zusammenfassenden Meldung (ZM), mit der jeder Unternehmer seine innergemeinschaftlichen Lieferungen und Leistungen an das Bundeszentralamt für Steuern zu melden hat.

EORI-Nummer

Die EORI-Nummer (Economic Operators’ Registration and Identification) ist der Nachfolger der Zollnummer auf europäischer Ebene. Sie dient der Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten und soll die automatisierte Zollabfertigung erleichtern.

Die Zuweisung der EORI-Nummer erfolgt durch den Zoll, sie ist Voraussetzung für die Zollabwicklung in der Europäischen Union.

Die EORI-Nummer kann bis zu 17 Zeichen enthalten. Sie beginnt mit dem zweistelligen Länder-ISO-Code des jeweiligen Mitgliedstaates. Schauen Sie in der zentralen EU-Datenbank nach, ob für Ihr Unternehmen bereits eine EORI-Nummer existiert.

Für Wirtschaftsbeteiligte besteht die Pflicht zur Angabe der EORI-Nummer. Privatpersonen sind nicht verpflichtet, in Zollanmeldungen eine EORI-Nummer anzugeben. Handelt es sich dagegen um genehmigungspflichtige Ausfuhren, dann gilt ebenfalls die Pflicht zur Angabe auch für Privatpersonen.

Für den grenzüberschreitenden Paketversand ist die EORI-Nummer für die Zollabwicklung obligatorisch.

EU-Verzollung

Die EU-Verzollung ist die steuerbefreite Abfertigung zum freien Verkehr aufgrund anschließender, steuerfreier innergemeinschaftlicher Lieferung. Voraussetzung hierfür: Die Ware wird anschließend nach der zollrechtlichen Abfertigung in ein anderes EU Land verbracht und der Anmelder, sowie der Warenempfänger, verfügen über eine gültige Umsatzsteueridentifikationsnummer (kurz UID Nummer genannt). Der Anmelder kann selbst steuerlich gemeldet sein, oder sich in dem Abfertigungsland durch einen Fiskalvertreter vertreten lassen. Achtung: Die Variante der EU-Verzollung gilt nur bei rein steuerpflichtigen Waren und EG-Abgaben. Sie ist nicht möglich bei nationalen Abgaben wie z.B. Verbrauchssteuerpflichtiger Waren (Alkohol, Tabak usw.) Grund: Verbrauchssteuern sind nationale Abgaben und deshalb immer im Bestimmungsland zu entrichten.

Incoterms

Frankaturen bzw. Incoterms regeln: Wer zahlt was? Und wer trägt das Risiko.

DAP: Fracht, Einfuhr, Ausfuhr Absender, Steuern und Zölle Empfänger delivered at place/geliefert benannter Ort.

DDP verzollt, unversteuert: Fracht, Einfuhr, Ausfuhr, Zoll werden vom Absender getragen. Steuern jedoch vom Empfänger.

DDP verzollt, versteuert: Hier wird alles vom Absender geregelt.

Movement Reference Number (MRN)

Die Movement Reference Number (MRN) ist die Registrier- und Identifizierungsnummer der Zollbehörde. Mit dieser Nummer können Sie jederzeit den Status Ihrer Sendung überwachen. Die MRN wird als eine 18-stellige Ziffern- und Buchstabenkette sowie als Barcode auf dem Ausfuhrbegleitdokument, das Ihnen von Ihrer Zollstelle übermittelt wurde, oben rechts angezeigt. Erst mit dieser Nummer ist das Ausfuhrverfahren eröffnet und das Paket versandfähig. Ohne MRN kann kein Ausfuhrnachweis erstellt werden.

Deshalb benötigen Sie eine Handelsrechnung

Jeder Versand von Waren oder Dokumenten außerhalb der EU ist nach geltenden Zollbestimmungen deklarationspflichtig. Das bedeutet: Es muss begleitend eine Handelsrechnung oder eine Proformarechnung vorliegen.

  • Eine Handelsrechnung wird erstellt, wenn die Waren einen Handelswert haben.

  • Eine Proformarechnung wird erstellt, wenn die Waren keinen Handelswert besitzen.

Ob Handelsrechnung oder Proformarechnung – das Dokument nennt Versender und Empfänger der Waren, enthält eine vollständige Beschreibung aller Inhalte sowie Angaben zum Wert. Unterzeichner ist der Versender, neben dem Original müssen dem Paket 3 Kopien beiliegen.

Mit diesem Onlineformular können Sie Ihre Handelsrechnung oder Proformarechnung erstellen und auf dem Briefpapier Ihres Unternehmens ausdrucken.