E-Shopper Barometer 2020

E-Shopper in Europa

E-Shopper Barometer 2020

E-Shopper in Europa

Aufgrund von Quarantänegebieten und pandemiebedingten Lockdowns, die den Zugang zum Einzelhandel eingeschränkt oder sogar zu Schließungen geführt haben, hat Covid-19 den E-Commerce weltweit um drei bis fünf Jahre schneller vorangetrieben. Allein in der EU sind im Jahr 2020, gegenüber dem Jahr 2019, 15 Millionen neue E-Shopper dazugekommen.

Bereits vorhandene E-Shopper haben die Häufigkeit ihrer Online-Einkäufe erhöht, und so hat sich, zusammen mit den neuen E-Shoppern, seit dem Frühjahr 2020 eine beispielloser, starker Trend zum Online-Shopping entwickelt.

Wichtige Fakten und Zahlen

Nahrungsmittel auf Platz 1 der beliebtesten Shoppingkategorien

Nahrungsmittel, einst ein Nischenprodukt, haben Kleidung und Schuhe bei den meist gekauften Kategorien abgelöst.

Ein Omnichannel-Konzept ist wichtig

Ein Omnichannel-Konzept ist zu einem wesentlichen Bestandteil für den Erfolg eines E-Retailers geworden. Ein Online-Angebot und geeignete Versandmethoden (z. B. Click & Collect) mussten entwickelt werden, um ihre Waren während der Covid-Krise weiter verkaufen zu können.

Die Bedürfnisse müssen erfüllt werden

Um eine Kaufdynamik aufrechtzuerhalten, muss sich der E-Commerce anpassen, um den Bedürfnissen und Erwartungen verschiedener Käufergruppen gerecht zu werden. Die Senioren E-Shopper, eine relativ neue Käufergruppe, die aber über eine starke Kaufkraft verfügt, macht es E-Retailern möglich, langfristige Investitionen in die Online-Kauferfahrung zu tätigen.

Unterschiedliche Zustelloptionen sind essenziell

Der Wunsch, einen Lieferzeitpunkt festzulegen, ist für Käufer sehr wichtig, da er neuen Anforderungen, wie dem Home-Office gerecht wird. Die Lieferung am nächsten Tag erfreut sich immer größerer Beliebtheit, insbesondere bei verderblichen Gütern. Die kontaktlose Zustellung sowie mehrere Zustelloptionen sind ebenfalls von großer Bedeutung.

Nachhaltigkeit ist weiter eine Konstante

Nachhaltigkeit muss eine aktive Konstante für alle E-Commerce-Akteure sein, da E-Shopper auch weiter bevorzugt nach umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen suchen.

Beliebte Online-Shoppingkategorien

Angesichts der Covid-19-Pandemie und der weit verbreiteten Lockdowns hatten die Verbraucher nur wenige Möglichkeiten, ihre Einkäufe sicher und ohne die Beeinträchtigung durch Geschäftsschließungen zu erledigen. Viele wandten sich dem E-Commerce zu, was zu einem beispiellosen Anstieg des Online-Einzelhandels führte.

Der große Gewinner im Jahr 2020, war die Kategorie Nahrungsmittel

Allerdings verzeichneten nicht alle Kategorien das gleiche Wachstum. Mode, lange Zeit eine der weltweit beliebtesten Online-Kategorien, ging 2020 deutlich zurück.

Hightech, Kosmetik, Einrichtung, sowie Heimwerker- und Sportgeräte verzeichneten ein beeindruckendes Wachstum. Der große Gewinner im Jahr 2020 war jedoch die Lebensmittelkategorie, deren Online-Einkaufsvolumen weltweit ein unerreichtes Niveau erreichte: Lebensmittelgeschäfte verzeichneten zwischen März und Dezember einen Anstieg der Transaktionen um 95%.

Verbraucher, die jetzt viel häufiger zu Hause kochten und aßen, kauften online Lebensmittel ein und beeinflussten die Nachfrage in Kategorien wie gesunde Lebensmittel, koch- und verzehrfertige Mahlzeiten. In bestimmten Regionen Europas übertrafen die Verkäufe von Lebensmitteln und Getränken sogar die Non-Food-Verkäufe. Insgesamt wählten Online-Lebensmitteleinkäufe im Jahr 2020 mehr gefrorene und verpackte frische Lebensmittel und Reinigungsprodukte sowie weniger Süßigkeiten, Saison- und Schönheitsprodukte, als in den Vorjahren.

Neue Gewohnheiten und Erwartungen

Die Auswirkungen der Gesundheitskrise und der damit verbundenen Lockdownmaßnahmen haben die Gewohnheiten und Verhaltensweisen von E-Shoppern tiefgreifend beeinflusst.

Die kontaktlose Lieferung wurde eingeführt und erfreute sich sofortiger Beliebtheit

Insgesamt nahm die Kaufhäufigkeit in einer Vielzahl von Einzelhandelskategorien zu, und auch die Bereitschaft, unbekannte Online-Marken und Einzelhändler auszuprobieren, stieg. Da viele Paketgeschäfte geschlossen waren, gab es in einigen europäischen Ländern eine beispiellose Nachfrage nach der Zustellung nach Hause sowie nach der Zustellung in Schließfächer, unabhängig von der Produktkategorie.

Die kontaktlose Lieferung wurden eingeführt und stieß auf sofortige Beliebtheit, während flexible Lieferoptionen wie die Möglichkeit, ein Lieferdatum und eine Lieferzeit auszuwählen, besonders geschätzt wurden. Unser E-Shopper-Barometer für 2019 zeigte bereits eine starke Website-Loyalität unter bestätigten E-Shoppern, vor allem aufgrund einer positiven Gesamterfahrung mit ihren bevorzugten E-Retailern, von der Suche nach Artikeln über Zahlungsoptionen bis hin zu schnellen und flexiblen Lieferservices.

Während vertrauenswürdige Marken und Plattformen im Jahr 2020 immer noch den Löwenanteil der Einkäufe erzielten, schien auch ein wachsendes Interesse an lokalen und nationalen Online-Shops sowie eine gewisse Offenheit für neue Websites sich zu entwickeln. E-Commerce-Unternehmen jeder Größe gewannen Kunden. Laut einer Umfrage unter mehr als 13.000 Verbrauchern weltweit, entdeckten drei von zehn kleinen Online-Händler (29%), oder Marken (28%), die sie zuvor nicht kannten.

Die Senioren E-Shopper

Ein weiteres Ergebnis der Covid-Krise war das plötzliche Wachstum des neuen Shopper-Profils „Senioren E-Shopper“. Diese Gruppe ist 55 und älter und existierte bereits vor der Covid-19-Pandemie, wie in unserem E-Shopper-Barometer 2019 angegeben.

Ältere E-Shopper sind im Allgemeinen mit dem Online-Einkaufserlebnis zufrieden

Diese Art von Online-Shoppern wurde im Laufe des Jahres zunehmend präsenter. Diese Gruppe ist eher aus Notwendigkeit als aus Wunsch heraus auf E-Commerce ausgerichtet und weist viele der Verhaltensweisen auf, die mit unerfahrenen E-Shoppern verbunden sind. Das heißt, ihre Website-Auswahl wird stark vom Vertrauen beeinflusst und sie sind weniger anspruchsvoll in Bezug auf die Lieferoptionen als erfahrene E-Shopper.

Ältere E-Shopper bevorzugen eher den Kauf direkt am heimischen PC oder Laptop und nutzen soziale Medien insgesamt seltener als jüngere digitale Shopper. Die Rolle von Social Media für das Einkaufserlebnis dieser Gruppe ist daher sowohl im Entscheidungsprozess als auch nach dem Kauf begrenzt.

Ältere E-Shopper sehen das E-Shopping-Erlebnis vorsichtiger als jüngere Käufer und tendieren dazu, beim Einkaufen und Bezahlen traditioneller vorzugehen (d. h. Preisvergleichstools werden gerne verwendet, Produktbeschreibungen gelesen und Kreditkarten den digitalen Geldbörsen vorgezogen). Trotz dieser Vorsicht sind ältere E-Shopper im Allgemeinen mit dem Online-Einkaufserlebnis zufrieden: 68% halten es für äußerst einfach (gegenüber 51% der 18- bis 34-Jährigen).

Das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit

Eine zunehmende Sensibilität für Fragen der Verantwortung und Nachhaltigkeit beim Online-Shopping, war einer der wichtigsten Aspekte des Jahres 2019. In unserem E-Shopper-Barometer für 2019 wurde festgestellt, dass 70% der regulären europäischen E-Shopper der Meinung sind, dass Marken und Unternehmen umweltbewusst handeln müssen.

70% der europäischen E-Shopper sind der Meinung, dass Marken umweltbewusst sein müssen

Infolge des gestiegenen Bewusstseins für globale Probleme, aufgrund der Pandemie sowie der Vervielfachung von Produktangeboten mit unterschiedlichen Ansprüchen und Positionen, wurde die Attraktivität umweltfreundlicher Optionen und nachhaltiger Lösungen in diesem Jahr noch deutlicher.

Vele Verbraucher veranlasste die Nichtverfügbarkeit von stationären Geschäften aufgrund von Lockdowns, ihre Einkaufsgewohnheiten und daraus resultierende Umweltauswirkungen neu zu bewerten. Das Ergebnis war ein größeres Umweltbewusstsein in Bezug auf Gesundheit, Produktsicherheit, Lebensmittelverschwendung und Klimaschutz.

Dieser wachsende bewusste Konsum, auf den sich auch das E-Shopper-Barometer aus dem Jahr 2019 konzentriert hatten, führte zu einem starken Wachstum des Gebrauchtmarktes, einer höheren Nachfrage nach umweltfreundlichen Lieferoptionen und einer stärkeren Berücksichtigung der Recyclingfähigkeit der Produkte.

Was bringt die Zukunft?

Langfristiges Durchhaltevermögen

In Zukunft wird sich zeigen inwieweit die neuen Verhaltensweisen der E-Shopper anhalten werden. Werden Verbraucher, die E-Shopping während der Lockdowns eingeführt haben, auch zu langfristigen E-Commerce-Nutzern?

In den Sommermonaten, als die Beschränkungs- und Lockdownmaßnahmen gelockert wurden, blieben diese neuen Verhaltensweisen bis zu einem gewissen Grad bestehen. Die zweite Welle von Lockdowns hat zweifellos die Online-Einzelhandelsgeschäfte angekurbelt und auch neue Gewohnheiten gestärkt.

Über 70% der Verbraucher planen, ihre Einkaufsgewohnheiten nach der Pandemie fortzusetzen.

Studien zeigen, dass über 70% der Verbraucher planen, ihre neuen Einkaufsgewohnheiten nach der Pandemie fortzusetzen, und fast 9 von 10 Menschen weltweit beabsichtigen, künftig Geld in einem Online-Shop auszugeben, der ihnen bisher unbekannt war. Angesichts des gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kontextes gibt es für E-Shopper kaum einen Grund, auf die Bequemlichkeit und die attraktiven Preise zu verzichten, die sie online finden.

Es gibt jedoch einige Einschränkungen: In erster Linie muss das Online-Einkaufserlebnis insgesamt positiv bleiben, damit E-Shopper fortfahren mit ihrem Einkauf. Zweitens sind viele der Ansicht, dass E-Commerce-Websites und -Marken ihre Bemühungen um eine Reduzierung des CO2-Fußabdrucks fortsetzen sollten, einschließlich Änderungen bei der Produktlieferung und -beschaffung. Es liegt im Interesse der Branche, darauf zu achten.

Langfristiges Durchhaltevermögen

In Zukunft wird sich zeigen inwieweit die neuen Verhaltensweisen der E-Shopper anhalten werden. Werden Verbraucher, die E-Shopping während der Lockdowns eingeführt haben, auch zu langfristigen E-Commerce-Nutzern?

In den Sommermonaten, als die Beschränkungs- und Lockdownmaßnahmen gelockert wurden, blieben diese neuen Verhaltensweisen bis zu einem gewissen Grad bestehen. Die zweite Welle von Lockdowns hat zweifellos die Online-Einzelhandelsgeschäfte angekurbelt und auch neue Gewohnheiten gestärkt.

Über 70% der Verbraucher planen, ihre Einkaufsgewohnheiten nach der Pandemie fortzusetzen.

Studien zeigen, dass über 70% der Verbraucher planen, ihre neuen Einkaufsgewohnheiten nach der Pandemie fortzusetzen, und fast 9 von 10 Menschen weltweit beabsichtigen, künftig Geld in einem Online-Shop auszugeben, der ihnen bisher unbekannt war. Angesichts des gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kontextes gibt es für E-Shopper kaum einen Grund, auf die Bequemlichkeit und die attraktiven Preise zu verzichten, die sie online finden.

Es gibt jedoch einige Einschränkungen: In erster Linie muss das Online-Einkaufserlebnis insgesamt positiv bleiben, damit E-Shopper fortfahren mit ihrem Einkauf. Zweitens sind viele der Ansicht, dass E-Commerce-Websites und -Marken ihre Bemühungen um eine Reduzierung des CO2-Fußabdrucks fortsetzen sollten, einschließlich Änderungen bei der Produktlieferung und -beschaffung. Es liegt im Interesse der Branche, darauf zu achten.

Zahlen und Fakten 2020

Die Pandemie schafft neue Gewohnheiten und Online-User

Europäische E-Shopper im Jahr 2020 (englische Studie) .

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