Brexit

Brexit

Am 31. Januar 2020 trat das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union aus und verliess die Europäische Union per 1. Januar 2021 definitiv. Seit diesem Tag sind die Zollformalitäten für den Handel mit Waren und Dienstleistungen obligatorisch.

Was ist wichtig?

Vier Dinge:

  1. Kennen Sie die HS-Codes Ihrer Produkte?
  2. Sind Sie bereit, für jede Sendung eine Ausfuhrrechnung zu erstellen?
  3. Übermitteln Sie alle Daten für Ihre Exportsendungen?
  4. Versenden Sie Sendungen unter 135GBP und wenn ja, sind Sie im Vereinigten Königreich registriert?

Geben Sie vor dem Versand Ihrer Pakete Ihre Daten an. Senden Sie das ausgefüllte Formular an [email protected]:

Aussetzung der Services vom Vereinigten Königreich nach Europa und in die Republik Irland

Service vom Vereinigten Königreich nach Europa und in die Republik Irland sind aufgrund der Anpassungen durch Brexit pausiert. Importe ins Vereinigte Königreich werden wieder durchgeführt. Alle Angaben müssen Brexit-konform sein. Zollformalitäten für den Handel mit Waren und Dienstleistungen sind obligatorisch. Aufgrund der neuen Brexit-Regeln kann es zu Verzögerungen kommen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir nicht, wie lange diese Services nicht verfügbar sind. Sobald sich die Situation ändert, werden wir regelmässig Updates zur Verfügung stellen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Fragen zur Zollabfertigung

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In welcher Sprache sollte die Proforma- oder Handelsrechnung verfasst werden?

Eine Handels- oder Proforma Rechnung in englischer Sprache ist erforderlich.

Muss eine Originalrechnung vorliegen?

Ja, wenn der Ursprung Ihrer Waren nach dem Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich präferenziell ist. Die Anwendungsregeln sind die gleichen wie in den EUR-MED-Ländern.

Ist es möglich Datenfiles zu übermitteln statt einer Rechnung?

Nein, dies ist derzeit nicht möglich. Der Zoll benötigt ein Dokument, um verzollen zu können - auch aus Gründen der Aufbewahrungs-/Nachweispflicht ist es nicht erlaubt.

Wird eine Zolltarifnummer benötigt oder reicht eine genaue Beschreibung der Ware aus?

Eine Zolltarifnummer ist nicht zwingend erforderlich, wird aber dringend empfohlen, um längere Verzögerungen zu vermeiden.

Wenn es keinen Zolltarif gibt, benötigen wir eine genaue Beschreibung der Waren auf der Rechnung.Ungenaue Beschreibungen der exportierten Waren werden nicht akzeptiert und führen zu Verzögerungen bei der Zollabfertigung. Die Beschreibung der Waren muss die Artikelbezeichnung, die Artikelmenge, die Zusammensetzung, den Wert pro Einheit und den Verwendungszweck enthalten. Für die zollrechtliche Einordnung ist auf die Verwendung von allgemeinen Begriffen wie "Muster", "Teile" oder "Ersatzteile" zu verzichten.

Welche Zolltarifnummern (HS-Codes) müssen auf der Rechnung angegeben werden (europäische Tarifnummern oder die englischen)?

Die Angabe der Schweizer Zolltarifnummer in den Rechnungspositionen ist für uns ausreichend. Wenn der Versender UK-HS-Codes angibt, muss dies deutlich angegeben werden.

Mein Unternehmen versendet Pakete an Privatkunden (B2C), muss ich die EORI-Nr. des Empfängers mitteilen?

Eine Privatperson hat keine EORI. Sie müssen jedoch die Kontaktdaten des Verbrauchers im Vereinigten Königreich angeben (Kontaktperson, Mobiltelefonnummer oder E-Mail-Adresse).

Wie werden die britischen Einfuhrzölle von den Importeuren im Vereinigten Königreich bezahlt?

<135 £ für Private Sendungen (B2C): Die MwSt. wird dem Absender von HMRC direkt verrechnet. Der Absender muss den Mehrwertsteuerbetrag auf der Rechnung als Umsatzsteuer deklarieren. Unter dieser Limite fallen keine Zölle an.

>135 £ für Private Sendungen (B2C): Bei DAP-Lieferung werden die Zölle und Steuern (D/T) direkt von DPD UK an den Importeur verrechnet. Bei eDAP-Zustellung werden D/T von der sendenden Business Unit an den Absender berechnet.

<135 £ für Geschäftssendungen (B2B): Für die Mehrwertsteuer wird die "reverse charge" durch den Käufer über HMRC angewendet. Der Absender muss den Wert ohne MwSt. deklarieren, aber auf der Rechnung "reverse charge" vermerken und die britische MwSt.-Nummer des britischen Importeurs angeben. Unter dieser Limite fallen keine Zölle an.

>135 £ für Geschäftssendungen (B2B): Bei DAP-Lieferung werden die D/T direkt von DPD UK an den Importeur berechnet. Wenn der Importeur an DPD UK die DAN-Nummer mitgeteilt hat, werden ihm die Zölle und Steuern direkt in Rechnung gestellt. Wenn der Empfänger "Import VAT postponed accounting" wählt, führt er die Mehrwertsteuer direkt an HMRC ab. Der Empfänger muss DPD UK vor der ersten Sendung informieren.

Da die D/T von DPD UK in Rechnung gestellt werden, erhält der Empfänger eine Zahlungsbenachrichtigung. Die Zahlung muss innerhalb von 5 Werktagen erfolgen, es sei denn, das Paket wird an den Absender zurückgeschickt.

Was muss ich bei Sammelverzollungen ins Vereinigte Königreich beachten?

Für Sammelverzollungen müssen folgende Punkte erfüllt sein:

  1. Mehr als 50 Pakete pro Tag (durchschnittliches Paketaufkommen pro Tag, GJ-Basis)
  2. Ein eingetragener Importeur in UK mit gültiger EORI- und VAT-Nummer in UK
  3. Mandat unterschrieben und an unseren Zollbroker in UK übergeben
  4. Keine Rücksendungen nach Europa möglich: Adresse der Rücksendung muss in UK sein und vom Versender angegeben werden
  5. Alle SHPNOT aus der gleichen BULK-Sendung müssen eine eindeutige Sendungsreferenznummer haben (Beispiel: Rechnungs-Nr., Konto-Nr., etc.)
  6. Alle Zolldaten müssen in einer CSV-Datei an TDX geliefert werden; die CSV-Datei muss es ermöglichen, den Inhalt jedes Pakets genau zu kennen
  7. Alle Dokumente müssen im PDF-Format bereitgestellt werden
  8. Die Abrechnungsmodalitäten sind EDAP (wenn der Importeur uns seine DAN-Nr. mitteilt, werden die Zölle und Steuern (D/T) direkt auf diese Nummer verrechnet, ansonsten werden alle Kosten dem Absender in Rechnung gestellt).

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den zuständigen DPD Vertriebsmitarbeiter.

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Muss ich eine Ausfuhranmeldung erstellen?

Die Exportdeklaration kann von DPD oder dem Exporter gemacht werden. Ausfuhranmeldung = EAD / MRN / ABD

Was ist der maximal zulässige Betrag pro Sendung nach Grossbritannien?

Der maximal zulässige Betrag pro Sendung beträgt 13'000 GBP (britische Pfund). Eine Sendung entspricht einer Rechnung (ein Paket oder mehrere Pakete für denselben Empfänger).

Sind Kontaktdaten des Empfängers notwendig?

Ja. Die Angabe einer Kontaktperson, Mobiltelefonnummer oder E-Mail Adresse sind obligatorisch. DPD UK wird sich mit dem zuständigen Importeur in Verbindung setzen, um die Zölle und Steuern zu erheben. Ist dies nicht möglich, werden die Pakete an den Absender zurückgeschickt.

Was kann man als UCR (Unique Consignment Reference) eingeben?

Zum Beispiel eine eindeutige Rechnungsnummer, eine eindeutige Lieferscheinnummer, etc.

Können Privatpersonen Pakete ins Vereinigte Königreich senden?

Nein. Zurzeit können nur Geschäftskunden Pakete versenden. Wir bieten kein C2C an.

Können Sie Rücklieferungen oder Abholaufträge aus dem Vereinigten Königreich abwickeln?

Rückholer und Abholaufträge werden in der ersten Phase nicht angeboten.

Falls das Paket nicht zugestellt werden kann, wird das Paket retourniert?

Ja, wenn das Paket nicht erfolgreich an den Empfänger zugestellt werden konnte, wird das Paket mit der gleichen Paketnummer an den Absender retourniert. Hingegen Einzelpakete aus Massenversänden (Sammelverzollungen) werden an Ihre vor dem Massenversand anzugebende Lageradresse im Vereinigten Königreich geliefert.

Wie werden die Kanalinseln Guernsey und Jersey beliefert?

Die Kanalinseln (Jersey und Guernsey) verfügen über einen besonderen Status, der sie zu Destinationen macht, die eine besondere Zollbehandlung erfordern. Die Kanalinseln sind zurzeit als Destination ausgesetzt.

Wie werden Waren nach Nordirland abgewickelt?

Im Gegensatz zu den anderen Teilen des Vereinigten Königreichs bleibt Nordirland nach heutigem Stand der Dinge innerhalb der Europäischen Zollunion. Die Erstellung von Zolldokumenten, die Bereitstellung von Zolldaten und die Zollabfertigung sind daher nicht erforderlich. Bitte achten Sie in jedem Fall darauf, dass Waren nach Nordirland nicht auf der Rechnung und den Zolldaten für Pakete in das übrige Vereinigte Königreich aufgeführt werden. Das Routing erfolgt über DPD NL in Eindhoven.

Was bedeutet die Abkürzung DAN?

DAN steht für Deferment Account Number: Zollaufschubkontonummer Wenn der Importeur regelmässig Waren importiert, kann dieser z.B. ein Zollaufschubkonto beantragen, um die Zahlung der meisten Zollgebühren zu verzögern:

  • Zollgebühren
  • Verbrauchssteuer
  • Import-Mehrwertsteuer

Mit einem Zollaufschubkonto können Sie eine Zahlung pro Monat per Lastschriftverfahren vornehmen, anstatt für einzelne Sendungen zu bezahlen.

Wer ist die HMRC?

Her Majesty's Revenue and Customs ist eine nicht-ministeriale Abteilung der Regierung des Vereinigten Königreichs, die in erster Linie für die Erhebung von Steuern und die Zahlung bestimmter staatlicher Leistungen sowie für die Sozialversicherungsbeiträge des Vereinigten Königreichs zuständig ist.