17. September 2020 | Hintergrund

DPDgroup setzt Engagement in Brasilien fort und wird Haupteigner von Jadlog

  • DPDgroup hält nun 98% des Jadlog-Unternehmenskapitals

  • Seit 2017 hat sich das Business von Jadlog jährlich um rund 50% gesteigert

  • DPDgroup zeigt sich zuversichtlich zum Wachstumspotenzial des brasilianischen Paketmarkts

Paris, 17. September 2020 – Die DPDgroup und Jadlog, einer der größten Express-Lieferdienste Brasiliens, haben ihre Partnerschaft ausgebaut. Die Übereinkunft hebt die ohnehin schon sehr enge Kooperation beider Unternehmen hervor. 2017 hatte die DPDgroup rund 60% der Anteile an Jadlog erworben, mittlerweile sind es 98%. Jadlog zählt in Brasilien zu einem der wichtigsten Logistikanbieter für den E-Commerce.

Jadlog ist konstant gewachsen und expandiert vor allem im brasilianischen E-Commerce-Sektor, der tagtäglich strategischer wird. Das Unternehmen hat unsere positiven Erwartungen bestätigt, die wir bei Schließung der Partnerschaft hatten.”

Olivier Establet, Vorstandsvorsitzender von Jadlog

Nachdem die DPDgroup Teilhaber 2017 Teilhaber an Jadlog wurde, hat sich das Business des Unternehmens jährlich um rund 50% gesteigert. Mit dem Ausbau der Teilhaberschaft unterstreicht die DPDgroup nochmals die Zuversicht hinsichtlich des brasilianischen Marktes auf der einen und Jadlog auf der anderen Seite.

Jadlog beflügelt den E-Commerce

Laut einer vom brasilianischen E-Commerce-Verband ABComm erstellten Studie ist Jadlog der meistgenutzte private Transportdienstleister im brasilianischen E-Commerce. Das E-Shopper Barometer der DPDgroup[1], das zwischen Mai und Juni 2019 in Brasilien durchgeführt wurde, zeigte zwei Schlüsseltrends auf:

  • Der brasilianische E-Commerce ist stark konzentriert auf Heavy E-Shopper. Sie kaufen regelmäßig online ein und machen rund 16% der brasilianischen E-Shopper aus – sind aber für rund 62% aller Bestellungen verantwortlich.

  • Brasilianische E-Shopper erwarten von ihrer Zustellung vor allem Informationen in Echtzeit und Flexibilität. Darüber hinaus empfinden es 75% als extrem wichtig, am Ende der Bestellung zu erfahren, welcher Dienstleister für die Zustellung verantwortlich sein wird.

“Jadlog ist konstant gewachsen und expandiert vor allem im brasilianischen E-Commerce-Sektor, der tagtäglich strategischer wird. Das Unternehmen hat unsere positiven Erwartungen bestätigt, die wir bei Schließung der Partnerschaft hatten. Wir werden unsere Performance im B2B-Markt weiter verbessern und gleichzeitig weiter daran arbeiten, unser Geschäft im E-Commerce auszubauen. Schon heute haben wir eine starke Marktposition ”, sagt Olivier Establet, Vorstandsvorsitzender von Jadlog.

Auf Basis umfangreicher Investitionen arbeitet Jadlog stetig daran, Händlern weitere Services und Endverbrauchern zusätzliche Zustelloptionen anzubieten. 2019 wurden über 1 Million Bestellungen im Paketnetzwerk von Jadlog zugestellt. Dazu zählen unter anderem 3.000 Abgabepunkte in ganz Brasilien. Bereits 2021 sollen es mindestens 6.000 sein.

Während der letzten vier Jahre mit GeoPost/DPDgroup als Anteilseigner hat sich das Paketaufkommen bei Jadlog versechsfacht. 2020 etablierte sich Jadlog innerhalb der Coronapandemie zu einem Key Player im Logistiksegment, der dazu in der Lage war, auf die Bedürfnisse von Kunden und Endverbrauchern einzugehen. Dadurch verdoppelte sich der Umsatz im ersten Halbjahr.

Zusätzlich hat das Unternehmen einen COVID-19-Fonds eingerichtet, der Zusteller und das Franchise-Netzwerk zu Zeiten eines Lockdowns unterstützen soll. Rund 500.000 Real (etwa 80.000 Euro) sollen Franchisenehmer und Zusteller unterstützen, wachsende Kosten und Schwierigkeiten zu überwinden, die mit der Corona-Pandemie zusammenhängen. Zeitweise wurden zudem die Preise pro Lieferung erhöht, um auf regionale Präventions- und Kontrollinitiativen reagieren zu können. Ein weiterer Fonds erfüllt zudem den Zweck, Zusteller zu unterstützen, die sich in Quarantäne begeben müssen oder aber aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe nicht wie gewohnt arbeiten können.

Eine Verbindung zum Rest der Welt

Auf einem nationalen Level operiert Jadlog mit mehr als 500 Franchisenehmern und 17 Zweigstellen. So werden über 40.000 Empfänger versorgt. “Wir haben unsere Operations im B2B-Segment konsolidiert und sind sehr optimistisch hinsichtlich unserer Geschäftsaussichten. In den letzten beiden Jahren haben wir unser Geschäftsvolumen verdoppelt. Wir wollen Versenden auf Basis optimierter Prozesse noch sicherere und schnellere Services anbieten”, sagt Bruno Tortorello, CEO von Jadlog.

Das Jadlog-Netzwerk ist an das internationale Paketnetzwerk der DPDgroup angeschlossen. Dieses internationale Netzwerk erweitert das Angebot von Jadlog ungemein und gibt brasilianischen Kunden Anschluss an den globalen Markt. Davon profitieren auch die Händler, denn laut den Erkenntnissen des DPDgroup E-Shopper Barometers haben bereits 58% der regelmäßigen E-Shopper Artikel importiert. Besonders aus China und den USA wird besonders häufig bestellt.

Der ehemalige Jadlog-CEO Alfonso Davo bleibt mit 2% Anteilen weiterhin ein Teilhaber des Unternehmens. „Alfonso Davo ist Gründer des Unternehmens, daher wird er auch zukünftig ein wichtiger Stakeholder bleiben ”, so Olivier Establet. „Ich bin zuversichtlich, dass Jadlog dank der Unterstützung der DPDgroup weiterhin eine positive Entwicklung nehmen wird”, bekräftigt Bruno Tortorello. Um der Partnerschaft Ausdruck zu verleihen, hat Jadlog bereits 2018 den roten Würfel des DPD Brandings adaptiert.

[1] Es handelt sich um eine Onlineumfrage, die gemeinsam mit GfK durchgeführt wurde. Befragt wurden 1.001 brasilianische E-Shopper über 18 Jahre, die seit Januar 2019 physische Güter online bestellt und als Paket erhalten hatten.