19. September 2018 | Background

Autonomes Fahren: DPDgroup und Groupe Renault entwickeln konkrete Use-Case-Szenarien für die Paketzustellung

Die internationale DPDgroup hat gemeinsam mit der Groupe Renault verschiedene Use-Case-Szenarien für die Paketzustellung mit autonomer Fahrzeugtechnik vorgestellt. Im Rahmen der Präsentation des autonomen Concept Cars Renault EZ-PRO auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover im September 2018 wurde anhand von Beispielen präsentiert, wie autonome Vehikel zukünftig sinnvoll auf der sogenannten Letzten Meile eingesetzt werden könnten.

Für Thomas Steverding Senior Group Manager Process & Development bei DPD Deutschland und verantwortlich für das Innovationsprogramm zur autonomen Fahrzeugtechnik innerhalb der DPDgroup, liegt die Bedeutung des Projektes für die Zustellung auf der Letzten Meile auf der Hand: „In diesem Projekt können wir hervorragend aufzeigen, wie neue Wege der Paketzustellung das städtische Leben von morgen prägen können, indem wir umweltfreundlichere und effektivere Lösungen umsetzen. DPDgroup freut sich, für diese Vision mit einem bedeutenden Automobilkonzern wie Groupe Renault zusammenarbeiten zu können".

Autonome Fahrzeuge haben aus Sicht von DPDgroup das Potenzial, zu einer bahnbrechenden Technologie für die Paketbranche zu werden. So ermöglicht der Renault EZ-PRO völlig neue Zustellszenarien, insbesondere für innerstädtische Bereiche. Die DPDgroup hat dazu beispielhaft zwei Vorschläge entwickelt, die sowohl den Endverbrauchern zugutekommen als auch die Innenstädte entlasten:

Autonomer Transport zum innerstädtischen Liefergebiet:

Das Zustellfahrzeug wird in einem Verteilzentrum von DPD am Stadtrand beladen und fährt dann selbstständig zu einem bestimmten Treffpunkt in der Innenstadt. Der Fahrer übernimmt erst dort das Fahrzeug und gewinnt dadurch Zeit für seine Kernaufgabe der Paketzustellung.

Mobile Paket-Schließfächer:

Das Concept Car Renault EZ-PRO eignet sich als mobile Paketstation. Auf diese Weise kann DPD zusätzliche Optionen anbieten, um Pakete an einem vorbestimmten Ort selbständig abzuholen oder auch zu retournieren. Renault EZ-PRO ermöglicht es dem Paketempfänger insbesondere, den Lieferort und die Uhrzeit der Lieferung selbst festzulegen.

Paketzustellung in der Innenstadt: Die Herausforderung auf der „Letzten Meile“

Der Verkehr in den Städten nimmt immer mehr zu. Gleichzeitig unterliegt der Zugang zu Innenstädten immer häufiger Restriktionen, beispielsweise durch Dieselfahrverbote oder eingeschränkte Zufahrtszeiten für den Lieferverkehr in Fußgängerzonen. Dies stellt Paketdienste wie DPD vor enorme Herausforderungen und macht die sogenannte Letzte Meile zur aufwendigsten im Rahmen der Zustellung. DPD setzt auf verschiedene Maßnahmen, um die Letzte Meile zu entlasten und die Zahl der Pakete, die bereits beim ersten Zustellversuch erfolgreich zugestellt werden können, zu erhöhen. Zu diesen Maßnahmen zählen einerseits die digitalen Services von DPD: Dank des kartengestützten Live-Trackings können Empfänger, beispielsweise in der DPD App oder online im Paketnavigator, auf eine Stunde genau sehen, wann ihr Paket kommt. Und wer nicht zu Hause ist, hat verschiedene Möglichkeiten, das Paket umzuleiten - beispielsweise an einen Nachbarn oder einen Paketshop. Insgesamt 6.500 Pickup Paketshops in Deutschland stehen als alternative Zustellorte zur Verfügung. Andererseits testet DPD in verschiedenen Städten bereits die innerstädtische Zustellung per Lastenrad und Elektro-Scooter, genannt TRIPL. Auch die Use-Case Szenarien für Autonome Fahrzeugtechnik in der Paketzustellung sind ein weiteres Beispiel für Maßnahmen, mit denen DPD städtische Zustellgebiete entlasten möchte.