10. August 2020 | Service tips

Augen auf beim Preisvergleich: Wie Sie Vergleichsportale richtig nutzen

Egal ob Stromvertrag, Traumurlaub oder das neuste Technikspielzeug – inzwischen gibt es im Netz so viele Preissuchmaschinen für jedes erdenkliche Anliegen, dass es eines Vergleichsportals bedürfte, um das beste Vergleichsportal zu finden. Wir haben deshalb einige Punkte für Sie zusammengestellt, die es bei der Verwendung von Vergleichsportalen zu beachten gilt.

Ergebnisse kritisch hinterfragen

Nicht alle Preissuchmaschinen sind neutral. Viele Portale funktionieren wie ein Makler, listen also nur einige ausgewählte Angebote oder Tarife und streichen für jeden vermittelten Vertragsabschluss eine Provision ein. Ins Ranking einbezogen werden dann nur diejenigen Anbieter, die mit dem Vergleichsportal einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen haben. Oben im Ranking steht häufig das Angebot, dessen Anbieter den höchsten Preis für die Platzierung zu zahlen bereit ist.

Vergleiche vergleichen

Vergleichsportale folgen keinen Naturgesetzen. Es kann also passieren, dass verschiedene Preissuchmaschinen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Es ist daher sinnvoll, Preise in mehreren Portalen zu recherchieren. Achten Sie auf Zusätze wie „powered by“ oder „sponsored by“, die einen Hinweis auf ein Vertragsverhältnis zwischen Vergleichsportal und angezeigtem Anbieter geben.

Zurück zu den Ursprüngen

Die meisten Vergleichsportale nehmen zwar keine direkten Gebühren, umsonst sind ihre Leistungen dennoch nicht. Während einige Anbieter für ein gutes Ranking Geld aufwenden, bezahlen Verbraucher oftmals mit ihren persönlichen Daten oder sitzen mitunter versteckten Kosten in Form höherer Preise auf. Denn nicht immer ist das vom Vergleichsportal identifizierte Angebot tatsächlich das günstigste. Ein Abgleich mit der eigenen Seite des Anbieters kann sich lohnen.

Lockangebote entlarven

Nicht nur Internet-, auch Strom oder Gasversorger bieten oft scheinbare Schnäppchenangebote. Hier empfiehlt es sich, genauer hinzusehen: Oft werden Verträge mit zwei Jahren Laufzeit angeboten – doch nur das erste Jahr zahlen Verbraucher den günstigen Preis. Im zweiten Jahr droht häufig eine Preiserhöhung. Unter Umständen kann sich das preiswerte Angebot als teurer erweisen, als ein Vertrag mit etwas höherem, dafür aber gleichbleibenden Tarif.

In Deutschland gibt es für alles einen Zuständigen – oder?

Ein Blick ins Kleingedruckte kann Ihnen gerade beim Buchen einer Reise oder ähnlicher Leistungen Zeit, Kosten und Nerven sparen. Schließen Sie Ihren Vertrag über eine Vergleichsplattform ab, gehen Sie oft nicht nur einen Kontrakt mit dem Anbieter oder einem Sub-Vermittler ein, sondern auch mit dem vermittelnden Portal. So ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, wer bei aufkommenden Problemen verantwortlich ist. Informieren Sie sich also im Vorfeld über den korrekten Ansprechpartner.

Voreinstellungen prüfen

Bevor Sie Ihre Suche beginnen, sollten Sie die Voreinstellungen des Portals prüfen, denn diese können das Ranking zu Ihrem Nachteil beeinflussen und Suchergebnisse einschränken. Achten Sie deshalb etwa darauf, dass nicht nur diejenigen Tarife angezeigt werden, die Sie direkt über das Vergleichsportal abschließen können.

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser

Wurde Ihnen im Rahmen des Vertragsabschlusses ein Bonus oder ein Preisnachlass versprochen, prüfen Sie anschließend nach, ob Ihnen dieser auch ausgezahlt bzw. gewährt wurde. Oft sind nicht die ersten drei Monate günstiger, sondern Rabatte werden erst nach Ablauf eines halben Jahres oder einer vergleichbaren Frist angeboten.

Unser Fazit: Vorsicht ist angebracht. Aber richtig eingesetzt können Vergleichsportale Verbraucher eine Schneise in das nahezu undurchdringliche Dickicht der Tarife und Angebote schlagen und die wirklichen Schnäppchen herauszufiltern.